Explosions­schutz Software für das Explosions­schutz­dokument

Das Explosionsschutzdokument ist eines der Pflichtdokumente, die am häufigsten fehlen oder veraltet sind – nicht aus bösem Willen, sondern weil die Word-Vorlage von damals niemand mehr anfassen mag. Eine Explosionsschutz Software führt stattdessen Schritt für Schritt durch Zonen, Zündquellen und Schutzmaßnahmen.

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Kurz gesagt

Wer mit brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben arbeitet, braucht ein Explosionsschutzdokument nach § 6 Abs. 9 GefStoffV. Eine Explosionsschutzdokument Software führt durch Zoneneinteilung (0/1/2 für Gase und Dämpfe, 20/21/22 für Stäube), Zündquellenbewertung nach DIN EN 1127-1 und Schutzmaßnahmen – im Safety Manager mit zehn vorbereiteten Fällen aus der DGUV-Beispielsammlung und einem unterschriftsreifen PDF im Aufbau der DGUV Information 213-106.

Stand: September 2026

Wer das Dokument braucht

Sobald gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, verlangt § 6 Abs. 9 GefStoffV ein Explosionsschutzdokument – unabhängig von der Betriebsgröße. Das betrifft mehr Betriebe, als man denkt: Lackierereien und Schreinereien (Lösemitteldämpfe, Holzstaub), Backstuben (Mehlstaub), Tankstellen und Tanklager, Ladestationen für Stapler, Biogas- und Kläranlagen.

Das Dokument muss vor Aufnahme der Arbeit vorliegen und bei relevanten Änderungen aktualisiert werden – ein lebendes Dokument, kein Einmal-Gutachten.

So arbeiten Sie damit

Je Betriebsstätte führen Sie ein Dokument. Darin: die Anlagen- und Arbeitsbereiche mit Zoneneinteilung (0/1/2 für Gase und Dämpfe, 20/21/22 für Stäube), die Zündquellenbewertung nach DIN EN 1127-1 mit allen 13 Zündquellenarten und die Schutzmaßnahmen in drei Stufen – vermeiden, Zündquellen ausschalten, Auswirkungen begrenzen.

Zehn typische Fälle aus der DGUV-Beispielsammlung sind hinterlegt: Lackierkabine, Tanklager, Holzstaub-Absaugung, Backstube, Tankstelle und mehr. Bereich wählen – Zonen samt Ausdehnung und Begründung stehen da, alles änderbar. Fertige Dokumente speichern Sie als Vorlage und rollen sie beim nächsten Kunden aus.

Die beteiligten Gefahrstoffe wählen Sie je Zone direkt aus Ihrem Gefahrstoffverzeichnis – Flammpunkt, Menge und H-Sätze kommen mit, ohne dass etwas abgetippt wird. Die App warnt außerdem, wenn ein Betriebsmittel in einer Zone hängt, dessen Gerätekategorie nach ATEX für diese Zone nicht ausreicht.

Mit dem Add-on „Lagepläne“ zeichnen Sie die Zonen direkt in den Hallenplan – Rechteck für die Kabine, Kreis für den Radius um die Abfüllstelle; im PDF folgt je Plan eine eigene Seite mit Legende.

Die wiederkehrende Prüfung nach BetrSichV (längstens alle sechs Jahre) läuft als eigene Frist in Erinnerungs-Glocke und Wochenmail mit – das Dokument erinnert Sie, nicht umgekehrt.

  • Zonen 0/1/2 und 20/21/22 mit Ausdehnung und Begründung
  • Zündquellenbewertung nach DIN EN 1127-1 – alle 13 Arten
  • ATEX-Warnung: Gerätekategorie passt nicht zur Zone
  • Gefahrstoffe je Zone aus dem eigenen Verzeichnis, nichts abtippen
  • Zehn DGUV-Beispielfälle als Startpunkt, Dokumente als Vorlage wiederverwendbar
  • Ex-Prüffrist (längstens 6 Jahre) in Glocke und Wochenmail
  • Unterschriftsreifes PDF im Aufbau der DGUV Information 213-106 – fachkundige Person und Arbeitgeber

Was Sie davon haben

Das Dokument entsteht geführt statt aus dem Gedächtnis: Wer die zehn Beispielfälle kennt, erstellt ein erstes belastbares Dokument in einem Nachmittag – und hält es aktuell, weil Änderungen an Zonen, Stoffen und Geräten im selben System passieren.

Für Fasi-Büros ist die Vorlagen-Funktion der Hebel: Das Dokument der ersten Schreinerei wird zur Blaupause für die nächste – angepasst statt neu geschrieben.

Lichti

Häufige Fragen zu Explosionsschutz

Wer darf das Explosionsschutzdokument erstellen?

Die Verantwortung trägt der Arbeitgeber; erstellen muss es eine fachkundige Person – häufig die Fachkraft für Arbeitssicherheit mit entsprechender Qualifikation oder ein externer Fachkundiger. Das PDF der Software enthält deshalb zwei Unterschriftsfelder: für die fachkundige Person und für den Arbeitgeber.

Wie hängen Zonen und Gerätekategorien zusammen?

Je Zone sind nur Geräte bestimmter ATEX-Kategorien zulässig – in Zone 0 z. B. nur Kategorie 1G. Die Software kennt diese Zuordnung: Hängt ein Betriebsmittel in einer Zone, dessen Kategorie nicht ausreicht, erscheint eine Warnung direkt am Gerät und im Dokument.

Reicht die alte Word-Vorlage nicht?

Formal kann auch ein Word-Dokument genügen – praktisch veraltet es, weil es von Zonen, Stoffen und Geräten nichts weiß. Ändert sich ein Gefahrstoff oder kommt ein Gerät in die Zone, bleibt die Vorlage still falsch. Im geführten Dokument schlagen solche Änderungen durch, und die Prüffrist erinnert von selbst.

Die rechtlichen Angaben sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der jeweils geltende Vorschriftentext. Stand: September 2026.

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